Die Feiertage verlieren an Bedeutung

Nicht nur in der Schweiz, sondern in überwiegend vielen europäischen Ländern verlieren die gesetzlichen Feiertage immer mehr an Bedeutung. Besonders deutlich wird das, wenn wir die Jugend nach den bekannten christlichen Feiertagen fragen. Was früher noch vollkommen normal war, ist im Jahr 2017 mehr die Ausnahme. Nicht nur, dass die Feiertage an Bedeutung verloren haben, nein. Auch der ursprüngliche Gedanke, nämlich das zusammensein mit der Familie hat ausgedient. Generell haben wir uns daran gewöhnt, möglichst viel alleine zu gestalten.

Lediglich an besonderen Feiertagen, wie beispielsweise Weihnachten raffen sich dennoch viele Leute auf, wenigstens einmal im Jahr an einem Tisch zu sitzen.
Doch wieso isolieren wir uns immer mehr von anderen und der eigenen Familie?
Wenn wir einen Blick in die Vergangenheit werfen, so stellen wir fest, wie dramatisch der Wandel stattgefunden hat. Die Gründe dafür liegen wahrscheinlich auch im Wandel, den die Gesellschaften im Laufe der Zeit durchgemacht haben.
Zwar dürfen wir nicht pauschalisieren, denn der Familienzusammenhalt mag nicht ausgestorben sein. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass wir zwangsläufig, so hart es auch klingen mag, nicht auf die Familie angewiesen sind, wie es früher der Fall war.

Als z.B noch hart auf dem Feld gearbeitet wurde, war kein Geld für eine eigene Wohnung vorhanden. Die Kinder haben so lange bei den Eltern gewohnt, bis sie entweder verheiratet waren, oder eine eigene Familie hatten. Wer Tag und Nacht aufeinander hockt, der entwickelt zwangsläufig eine starke Bindung und genießt zusätzlich ein gutes Essen an wichtigen Feiertagen.

Ist eine Änderung in Sicht?

Ob sich die Zeiten nochmal ändern werden, lässt sich natürlich nicht vorhersagen.
So wie die Situation aktuell aussieht, ist eine Besserung erstmal nicht in Sicht. Als Zusatz kommt die generell mangelnde  soziale Kompetenz. Immer weniger sind wir in der Lage, vernünftig mit unseren Mitmenschen umzugehen. Daran ändern natürlich auch die Feiertage nichts mehr. Nur weil es im Kalender steht, ist das kein Grund, sich gegen seine Gewohnheiten zu entscheiden.

Verbesserungsvorschläge?

Unserer Meinung nach fängt der Zusammenhalt bereits in der Erziehung an. Sollten beide Elternteile berufstätig sein, sind die Kinder entweder oft alleine, oder aber bei Verwandten. In diesem Fall wird der nächsten Generation von Anfang an vermittelt, dass ein beisammen sein, nicht wichtig ist.


Natürlich muss auch Geld verdient werden, aber zumindest, wenn die Kinder noch relativ klein sind, sollte überlegt werden, ob ein Elternteil sich Elternzeit nimmt.
Dadurch ist immer jemand da und kann auch die richtigen Signale vermitteln.

Ansonsten ist der Mensch auch ein Gewohnheitstier. Wird das regelmäßige Treffen zur Tradition, dann dauert es vielleicht ein wenig, aber langfristig werden sich die Treffen etablieren.

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